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Ich bin dann mal weg – 3 Tage um den Bodensee

Ich bin dann mal weg – 3 Tage um den Bodensee

Hi Leute,

habt Ihr schonmal ne Auszeit gebraucht? Einfach den Alltag mal ein paar Tage hinter sich lassen und alleine mit sich auf Tour gehen.

Ich habe letztes Jahr beschlossen eine Bodensee Rundfahrt zu machen. Nach ein paar Tagen Vorbereitung stand dann das Start Datum fest. Es sollte am 8.6.2012 in Überlingen losgehen. Ich habe mir auch zum Ziel gesetzt so wenig wie möglich Geld zu brauchen. So habe ich z.B. das alte Fahrrad vom Schwiegervater geliehen und Klickbedale von meinem Fully montiert. Ich brauchte ja schließlich einen vernünftigen Gepäckträger und ne Lenkertasche. Beides gibt es natürlich weder am Rennrad noch am MTB. Dann habe ich mir noch ein Zelt ausgeliehen weil ich wusste, daß unseres bei starkem Regen durchlässt. Das war genau die richtige Entscheidung was sich später heraustellen sollte. Den Proviant habe ich auch komplett mitgenommen. Als dann alles verstaut war, ging es am 8 Juni in Überlingen los. Ich hatte auf der Karte geschaut und wollte mindestens bis nach Friedrichshafen kommen um dort zu übernachten. Ich muss gleich vorneweg sagen, daß dieser Abschnitt einer der schönsten überhaupt ist. Das Wetter hatte auch mitgespielt – perfekt. Schnell merkte ich, daß ich mit meinem Plan nicht alleine unterwegs war. Immer wieder begegnete ich anderen Radlern die mit viel Gepäck unterwegs waren. Wir waren auch immer die ersten die früh Morgens vom Campingplatz wieder aufgebrochen sind. Mein Rad rollte erstaunlich gut und ich kam am ersten Tag bis nach Zech. Kurz vor der Österreichischen Grenze. Dieser Campingplatz ist echt klasse, vor allem für Barbecue Liebhaber. Abends als ich duschen wollte stellte ich fest, daß ich mein Duschgel vergessen hatte. Au Mist – auch das noch. Es war natürlich zu spät um noch irgendwo eins zu kaufen und außerdem wollte ich mit wenig Geld klar kommen. Ich hatte so ein Gefühl und ging einfach in die Dusche und schaute mich um. Und siehe da in einer Dusche stand ein Duschgel das noch halb voll war……ab da war es meins. Ich habe es übrigens eigentlich nur ausgeliehen. Denn als ich 2 Tage später kurz vor Überlingen das letzte mal übernachtete habe ich es dort wieder in der Dusche stehen lassen für den nächsten ;-). Mitten in der Nacht gab es ein großes Unwetter und ich bereute, daß ich nicht alle Anker benutzt hatte. So musste ich jetzt das Zelt von innen an den Stangen festhalten damit es mir nicht weggeflogen ist. Es kamen auch große Äste von dem Mega Baum über mir herunter….also alles in allem nicht der beste Platz bei so einem Gewitter. Na ja ich habe es überlebt. Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Und wieder war ich nicht alleine. Man kann so schön abschalten, wenn man einfach so dahin radelt und seine Gedanken schweifen lassen kann. Man sieht so viele Dinge, aber das wichtigste ist, daß man Zeit hat und sie bewußt sehen kann. Nachdem ich einige Kilometer gefahren war. Kam ich in Österreich auf einen Deichweg. Ich nenne ihn einfach mal so. Es ist ein aufgeschütteter Erdwall auf dem ein schotter Weg ist. Bleibt man auf diesem Weg kommt man in den grünsten Wald den ich jemals gesehen habe. Ich sag Euch dort ist es wie im Urwald. Das Bild unten gibt in keinster Weise die wirkliche Farbpracht wieder. Es ist der Naturpark am Rheindelta. Da müsst Ihr mal hin. Mitten im Park habe ich dann auch Pause gemacht. Man muss zwar den ganzen Weg wieder zurück fahren aber es lohnt sich. Damit waren die schönen Dinge an diesem Tag erledigt. Denn es fing ab Mittags heftig an zu regnen. Zusätzlich konnte ich an vielen Stellen nicht direkt am Ufer fahren und musste sogar Hauptstraßen benutzen. Es schüttete den ganzen Tag wie verrückt. Ich habe dann beschlossen auf keinen Fall bei den Schweizern zu übernachten. Das beudeutete ich mußte noch am selben Tag bis nach Konstanz kommen. Das war mit Abstand die schwierigste Etappe weil es echt geschüttet hat wie blöd und ich am Abend 92 KM gestrampelt war. In Konstanz habe ich mich noch 3 mal verfahren bis ich den Campingplatz gefunden hatte. Ich trocknetet meine Sachen  – unter anderem meine Zigarillos und mein Handy wo das Wasser aus dem Display lief. Mein einziger Draht nach hause war ersoffen…..nach einer halben Stunde trocknen überm Kocher konnte ich wieder damit telefonieren. Die dritte Etappe ging von Konstanz über die Insel Reichenau nach Bodman bis kurz vor Überlingen. Auch eine wunderschöne Etappe besonders auf der Insel Reichenau. Dort sind auch die Bilder mit dem Spatz entstanden als ich meine einzige gekaufte Mahlzeit gegessen habe. Gott sei dank hat es nicht mehr geregnet. So konnte ich locker bis kurz vor Überlingen fahren. Ich bin durch unzählige Obstbäume gefahren. Meist am Ufer des Bodensees. Kurz vor Überlingen habe ich dann nochmals einen Camingplatz angesteuert und den Tauchern beim tauchen zu geschaut. Dort habe ich auch einen bekannten getroffen mit dem ich dann ein Abschluss Bier getrunken habe. Man ist die Welt klein. Am nächsten Morgen bin ich dann voll nach Überlingen gefahren wo mich meine Familie wieder eingesammelt hat. Am Schluss sind über 240 KM auf meinem Tacho gestanden.

Wenn ich jetzt zurückschaue war es ein wunderschönes Erlebnis. Wenn es sich dieses Jahr Zeitlich machen lässt werde ich wieder eine spontane Aktion starten. Ich habe ein Stück weit gelernt auch wieder mit weniger auszukommen und sich bewusst Zeit für etwas zu nehmen. Obwohl es in unserer schnellebigen Welt schwer ist dieses Umzusetzen.

So das waren meine Eindrücke von der Rundfahrt und kurzform. Ich könnte glaube ich ein Buch schreiben von diesen 3 Tagen.

Schaut Euch die Bilder an. Ich hoffe Euch gefällt mein erster etwas persönlicher Blogbeitrag.

 

Viele Grüße Marcus

 

 

 

 

 

Auszeit - 3 Tage um den Bodensee

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